Isolieren

Ich hab Dich ja gewarnt. Hier regnet es. Das ist nicht verwunderlich während der Regensaison. Derzeit ist ist sogar der Wetterradar überfordert:

Also: neuen Blog 🙂

Thema: Isolieren.

Braucht man nicht.

Thema abgeschlossen.

Im Ernst: das ist ein leidiges Thema. In einem Resort nebenan (das urige Bamboo Hideaway) gibt es Bamboo Bungalows (hatte zuerst Hütten geschrieben). Die Wände sind Bambusstäbe. Da klaffen Lücken dazwischen.

Alles kein Problem. Die Lücken hat man mit Cordel abgedichtet. Tja. Und dann sind in den Bungalows tatsächlich Klimaanlagen. Alles ein wenig vergleichbar wie die Heizpilze für Raucher im Winter: man macht es ertragbar für den Raucher unter dem Pilz und heizt (erfolglos) die Umwelt auf. Hier ist es das gleiche. Nur anders rum.

Da bauen die neue Bungalows in einer ansehnlichen Anlage. Das Dach: Dachpappe (Biberschindeln) die Du in D nachgeschmissen bekommst und hier locker 30 Euro pro Quadratmeter kostet. Darunter etwas bessere Pressspanplatten (man muss ja die Schindeln blöderweise irgendwo befestigen). Das wars. Die Wände: 7 cm dicke Zementsteine (39 x 19 cm):

Wenn die Sonne direkt auf die Wand scheint hat diese locker 35 bis 40 Grad (innen).

Wenn Du in so einen Bungalow reinspazierst trifft Dich der Schlag. 100% vergleichbar wie wenn Du im Hochsommer bei 35 Grad in Deine Gartenhütte gehst.

Alles kein Problem. Man hat ja Klimaanlagen. Diese lassen die Touristen vorzugsweise den ganzen Tag laufen wie man das mit einer Heizung macht. Dies unwissend dass man vorheizen kann, aber nicht vorkühlen. Machst Du die Klimaanlage 10 Minuten vor Nutzung des Raumes an hast Du gleich viel erreicht wie wenn sie den ganzen Tag läuft.

Machst Du die Klimaanlage aus ist es in Minuten unerträglich warm geworden.

Somit zu uns.

Im Haupthaus haben wir das Dach aus Ziegeln die ähnlich wie Frankfurter Pfanne sind

Der Dachvorstand von unten mit “Smartboard” verkleidet. Darin Luftschlitze wie hier:

DAS REICHT für die Isolierung. Zumindest so die Meinung das Bauchefs. Durch die Schlitze kommt Luft rein die durch den große leeren Raum unter dem Dach angezogen wird und zirkuliert. Das kühlt die Decken regelrecht ab. Kein Witz. Vor allem dank der Tatsache dass die Gipskartonelemente für die Decke an der Oberseite mit einer Alufolie cachiert sind. Na dann ist ja alles klar. Habe mich überzeugen lassen und keine Isolierung (Mineralwolle) von oben auf die Decken gemacht. Wohlwissend dass es ein Zugang gibt durch den man unter das Dach kann.

Als die Decke fertig war habe ich gemessen

37 Grad Oberflächentemperatur. In D kannst Du Bilder kaufen mit einer Infrarotfolie dahinter. Hängt man an die Wand und nutzt man um den Raum zu wärmen. So in etwa funktionierte unsere Decke.

In den Bungalows habe ich dann Mineralwolle einziehen lassen. Das Resultat:

Bei 30 Grad Außentemperatur ziemlich optimal.

Als ich dann den Bereich des Dachüberstandes auch mit Mineralwolle habe zudecken lassen hat der Bauchef mich regelrecht ausgelacht. Draußen isolieren???

Siehe hier unterschied mit und ohne:

Dass diese 7 Grad doch ein Unterschied machen, weil es entsprechend weniger Wärme ist die auf Scheiben und Wände trifft, das leuchtet nicht ein.

Auf jeden Fall zeigt mir dieses nicht repräsentative Experiment, was man mit 7,5 cm Mineralwolle erreichen kann: 7 Grad unterschied (vielleicht hätte ich 20 cm nehmen sollen? Dann bräuchte ich gar keine Klimaanlagen?).

Und wofür das alles wenn man Klimaanlagen hat? Schnell gerechnet. Die 125 Euro die die Isolierung eines Bungalows kostet haben wir spätestens in 2 Jahren wieder drin an den Kosten die die Klimaanlage nicht an Strom verschwendet um auch die 7 Grad runter zu kühlen. Das bessere Raumklima mal gänzlich bei Seite gelassen.

Übrigens: die Decken im Haupthaus habe ich nachträglich mit Mineralwolle bestückt.

Das nächste mal (Du merkst: ich schreibe nicht “morgen”) berichte ich über unser Longstay Haus.

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